„I’m a PC and I make you sweat!“

Media_httpcommunityvanityfairdeblogsmusikwpcontentuploads200811girltalk10medjpg_khdehakktbcndcw

In Magazinen über Musiker und professionelle Musikproduktion sieht man sauber abgestaubte Studios voll mit tadellosem Equipment und Alu-Mac-Türmen, in der Ecke eine Zimmerpflanze, auf dem Parkettboden vor dem Mischpult rollen die Chefsessel von links nach rechts. In einer solchen Umgebung haben Musiker wie Anders Trentemøller, Paul Kominek (a.k.a Turner, a.k.a. Pawel) oder aktuell Girl Talk ihre Glanzstücke nicht zusammengebastelt. Nicht einmal an einem Mac, dem angeblichen Kreativ-Flagschiff schlechthin. Sondern auf ihrem Windows-Rechner, teils voll mit gecrackter Software und meistens portabel.

Greg Gillis a.k.a. Girl Talk ist außerdem einer von vielen Testamonials der „I’m A PC“-Kampagne von Microsoft. Tatsächlich baut er seine genialen Bastard-Tracks auf gut getweakten Windows-Laptops zusammen. Und spielt er live, klebt er Frischhaltefolie über die Geräte. Im Werbeclip von Microsoft zeigt er sich als jemand, der verstanden hat, wie man seinen PC nicht nur lieben kann, sondern auch damit sein Publikum zum Schwitzen bringt.

„Software computers is the most Punk Rock thing that has happened ever!“, sagt er und hat sicher recht. Gillis selbst schwört auf Audio Mulch, ein Programm, das anmutet wie Windows 3.11, dafür aber Musikstücke blitzschnell in Loops zerlegen und problemlos zueinander synchronisieren kann. Damit legt er von Sting über Faith No More bis Queen und Tupac Shakur alles zusammen, was ihm in den Kram passt, darüber wird partytauglich gerapt.

Naturgemäß ist die Bezahlung beim Download des neuen Girl-Talk-Albums „Feed The Animals“ freiwillig. Ab einem Betrag von 10 US-Dollar bekommt man sogar die richtige CD zugeschickt sobald diese erscheint.