Zwitschern wird zum Rauschen

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HotHotHeat twittern aus dem Studio. Bilder sagen wie immer mehr als Worte.

Wer heute twittert, weiß eigentlich selbst noch nicht, warum er das macht. Man verschickt Kurznachrichten bis zu 140 Zeichen an sogenannte „Followers“ und folgt anderen, um sich deren Updates anzuschauen. Obama twittert und hat dadurch vielleicht sogar seine Wahl gewonnen, Musiker dagegen sind meistens faule Twitterer, wie diese liebevoll zusammen gestellte Liste zeigt.

Oft erscheinen dort nur die News von der Homepage oder das Management schreibt die Beiträge (Erasure, Britney Spears). Es gibt auch Fakes von Fans (David Bowie, Red Hot Chili Peppers), sowie prominente Karteileichen (Beastie Boys, Interpol).

Richtig gut ist Twitter in Kombination mit Bilduploads (Twitpic), der Feed von HotHotHeat zeigt zum Beispiel Fotos aus dem Studio (und aus dem Fenster raus), deshalb sind sie jetzt auf meiner Liste. Gut gefällt mir auch, was die amerikanischen Indie-Jazzer Pattern Is Movement posten. Erst vor drei Tagen hat Schlagzeuger Chris Ward per Handy ein Bild seines wundgespielten Fingers getwittert.

Belanglos? Ja, aber so richtig. Aber so kann es weiter gehen: Über die Seite Twiturm hat man jetzt die Möglichkeit, Musik sehr schnell und einfach in seine Posts einfügen. Damit kommt zum Bilderrauschen nun auch der Sound. Ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis die Plattenfirmen das verbieten, deshalb am besten gleich schon mal mitmachen und das Genörgel übertönen. Ich hab schon mal angefangen.

(via myoon)