Album der Woche: Mattias Hellberg & The White Moose – Out of the fryingpan, into the woods

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Der Begriff Retro gehört meiner Meinung nach nicht zum Rock, denn Rock ’n’ Roll kann am besten mit sich selbst. In Skandinavien hat man da am weningsten Berührungsängste und schickt immer wieder Bands auf den Markt, die auch vor 40 Jahren locker mit den Legenden hätten jammen können. Mattias Hellberg kommt aus Göteborg und hat schon in einigen dieser Bands gespielt, die alte Rezepte oft verdammt gut neu verbraten haben: u. a. The Hellacopters, Jaqee, Kanzeon, Nymphet Noodlers. Jetzt hat der Mann seine eigene Band und ein neues Album, dass den Rock genau da packt, wo er Eier bekommen hat: In den verspulten frühen 70ern.

Auf dem Album-Cover sitzt ein bärtiger Mann vor Sonnenuntergangskulisse auf einem weißen Elch, dazu rechts eine schwarze Katze. Alle drei haben vielleicht ein kleines Stück vom Fliegenpilz links probiert, ganz sicher jedoch der behaarte Reiter. Mattias Hellbergs Musik funktioniert angeblich klasse als Ergänzung zu Soundtrack Of Our Lives. Er kennt seine Helden: Captain Beefheart, Allman Brothers, 13th Floor Elevators, Rolling Stones. Doch für mich am besten kann dieses Album das, was Monster Magnet schon lange nicht mehr auf die Reihe bekommen: Musikalische Dehnübungen bis der Knochen knackt, die wohl tun, einen mitnehmen und gut durchschütteln.

Erschienen bei Stickman/Indigo

Am besten gleich hier komplett durchhören.

http://www.myspace.com/mattiashellberg