Monthly Archives: Mai 2009

Schunkeln im Jammertal. Kollektive Beschaulichkeit auf Konzerten istunerträglich

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Habe mir gestern Abend im Münchener Feierwerk ein Konzert von Sophia angeschaut, allerdings nur bis zur Hälfte. Ungefähr acht Musiker inklusive Streichquartett haben es nicht geschafft, den gut gefüllten Saal aufzuladen. Eher wurde mit jedem der schleppigen Songs die Luft im Hansa 39 fader und dicker. Es gibt bestimmt gute Gründe, einen solchen Auftritt zu mögen, denn ich war scheinbar der Einzige, der es nicht mehr ausgehalten hat.

There Are No Goodbyes, das neue Album von Robin Proper-Sheppard, ist weder schlechter noch besser als die ebenfalls hörenswerten Vorgänger. Musikalisches Jammern auf hohem Niveau. Doch was wunderbar auf CD funktioniert, hat auf der Bühne nicht gezündet – oder es hat dort einfach nichts zu suchen.

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Obstmassaker im Club

Kid 606, alias Miguel Depredo, die Dreckbeatschleuder aus Kalifornien, hat einen neuen Wumms-Track mit dem unheilvollen Namen „Mr. Wobble’s Nightmare“ fertig (schon länger). Dazu gibt es (seit gestern) einen grandiosen Clip aus der Werkstatt von Joel Trussell, einem mir bis heute nicht bekannten Künstler, der für gewöhnlich ziemlich fiese Figuren im 60er-Jahre-Trickfilm-Stil über den Monitor schickt.
Der neue Clip hat jedoch ausschließlich Obst als Darsteller verpflichtet und möchte trotz aller Grausamkeit kein Blut zeigen, dafür aber Saft und Fruchtfleisch literweise und in Mengen. Vielleicht nichts für mitfühlende Vegetarier, aber gutes Futter für Freunde der raumausfüllenden Bässe und Breakbeats von Kid606.

(via Kloeterklikke)