Aufräumen dank #iPad-News-Schwemme. Be-the-first kills Gelassenheit und Distanz

Wenn sämtliche Artikel und Beiträge zum iPad, die seit gestern erschienen sind, abgedruckt würden, könnte man von fahrlässiger Papierverschwendung reden. So bleibt der Schaden auf die vergeudete Zeit begrenzt, in der man merkt, dass man fast alles schon im ersten Artikel gestern Abend gelesen hat. Die Berichterstattung im Internet funktioniert nach dem be-the-first-Prinzip. Doch vergessen wird vorher gerne das Read-before-you-write. Analysen und erste Testberichte kann ich am Morgen nach der vorbildlichen Präse von Steve Jobs noch nicht ernst nehmen. Das sind die Tage, wo ich mir ein paar offline-Tugenden in der online-Berichterstattung wünsche: Gelassenheit und Distanz. 

Wir werden sehen was das iPad kann, denn die User spielen bei der Entwicklung der Geräte heute eine nicht unbedeutende Rolle – und deshalb ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen. Für den Anfang freue ich mich auf die erste angenehme Möglichkeit, mobil RSS-Feeds zu lesen. Das hat bisher kein Reader richtig gut hinbekommen. Musik, Filme, Spiele, Bücher – ja, auch toll.

Nachdem ich eben ein paar Kubikmeter Schnee bewegt habe, ist heute jedenfalls großer unfollow-Day. Mein TweetDeck tickert schon viel souveräner.

  • Klaus M. Brantl

    Du magst mit "Gelassenheit und Distanz" ja recht haben, aber das mit dem RSS in Verbindung mit iPad finde ich jetzt etwas seltsam. Das tut nämlich auch schon wunderbar auf einem echten, portablen Device: dem iPhone bzw. dem iPod touch.Dass das iPad nur eine grosse Version eines iPod touch oder iPhone ist, das halte ich für wenig hilfreich. Aber natürlich kann Apple auf en Markt werfen was es will. Es ist sehr gut möglich das es ein ausgezeichnetes Endverbraucher-Produkt ist. Ein professioneller Lückenschliesser zwischen Smartphone und Laptop ist es aber nicht – jedenfalls nicht auf einer breiten Ebene. Und das liegt vor allem am OS und dem "Gateway" App-Store.Aber jetzt dauerts ja eh erst 2 Monate bis man da auch tiefere Details sehen kann – vielleicht ist oder wird die Platform ja doch noch viel offener 😉

  • Bernhard Lermann

    Die Größe finde ich schon ausschlaggebend. Warum die Feeds nicht lesen wie eine Zeitung/Zeitschrift? Würde mir gefallen