Monthly Archives: August 2013

Darwin is a Headbanger. Metal Evolution – The Lost Episode

Sie können’s also noch. Der Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten wird zwar mittlerweile auf Spartenkanälen erfüllt, aber immerhin. Seit einigen Wochen verfolge ich die Doku-Reihe „Metal Evolution„, die im November 2012 zu ersten mal und seit dem immer wieder mal auf ZDFKultur läuft. Entwickelt vom kanadischen Anthropologen, Metalhead und Filmemacher Sam Dunn, von dem auch die hervorragende Dokumentation „Metal: A Headbanger’s Journey“ von 2005 ist, finanziert von VH1, klärt die Serie über die Entstehung und Entwicklung von Heavy Metal anhand der einzelnen Spielarten auf: Early Metal, Shock Rock, New Wave of British Heavy Metal, Glam Metal, Thrash Metal, Grunge, Nu Metal, Power Metal, Progressive Metal, you name it. Die zwölfte und für mich interessanteste Episode über Extreme Metal (Death Metal, Grindcore, Black Metal) wollte VH1 damals jedoch nicht mehr finanzieren. Aber Heavy Metal Fans sind von Natur aus treu und großherzig und Dunn konnte genug Geld über Crowdfunding stemmen, um auch diese letzte Folge in Angriff zu nehmen. Im Blog seiner Firma Headbanger Films dokumentiert er den Fortschritt der Produktion. 

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Ein Spiel namens Lukka oder Es muss nicht immer Backgammon sein

Ein Sommerurlaub in der südlichen Türkei, eine Strandbar, etwas Langeweile nach dem Mittagssnack und ein Schachbrett ohne Schachfiguren. Das reicht schon aus, um sich ein Spiel auszudenken. Statt der Schachfiguren haben wir die Backgammon-Spielsteine und die Würfel genommen und die Steine einfach mal wie Schachbauern aufgestellt. Der Rest kam von selbst. Hier unsere Spielanleitung, die wir so einfach wie möglich gehalten haben.

Der Name des Spiels: Lukka. Weil der türkische Strand ein lykischer war und diese Gegend auf einer in Hattusa gefundenen Bronzetafel die „Lukka-Länder“ genannt wurden.

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Der vantilatör ist hier kein aksesuar

Fremdsprachen sind uns selten komplett fremd, erst recht nicht in Europa. Die Türkei ist dabei so etwas wie ein sprachliches „Übergangsland“ zu Arabien und Asien. Wer hier im Urlaub aufmerksam die Schilder liest, der freut sich über Wörter wie „otel“, „pansiyon“, „frisör“ oder „butik“. Und wer noch ein paar mehr französische Vokabeln beherrscht, dem ist auch das „motosiklet“ vertraut, genauso wie der „papyon“ oder die „şezlong“. Alles offiziell türkische Wörter, die schon lange ihren festen Platz im „Büyük Türkçe Sözlük“ (Großes Türkisches Wörterbuch) haben, zusammen mit zirka 4970 weiteren Begriffen französischen Ursprungs.

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Der 90 Grad Room Prank

Menschen in Büros kennen das: Man verlässt kurz den Schreibtisch, um was auch immer mal ganz schnell zu erledigen. Den Computer für die eine Minute zu sperren lohnt nicht, denkt man. Aber die Zeit reicht aus, dass der Kollege aus dem Nachbarzimmer (@heibie) blitzschnell meinen Desktophintergrund gegen ein Bild seiner Wahl austauscht, bevorzugt unappetitlich oder scary. Der Adrenalinschock, den mir die Bilder besorgten, reichte meistens, um mich aus der nachmittäglichen Lethargie rauszureißen, die Arbeit ging danach noch mal leichter von der Hand. Und die Rache ließ nicht lange auf sich warten. Solche Office-Pranks gehören zu den harmloseren Dingen, mit denen man Freunde und Kollegen zur Verzweiflung bringen kann.

Wer Geschwister hat, der braucht weder Feinde noch solche Kollegen. Im letzten Jahr schon ging der Clip von YouTuber Tall Tales steil, in dem man sieht, was passieren kann, wenn man das Facebook-Profil seines älteren Bruders mal so aus Spaß umbaut. Der jüngere Bruder betritt ein paar Wochen später nach seinem Urlaub wieder sein Zimmer und findet es komplett umgestaltet vor, als rosafarbenes Mädchenparadies.

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Schwimmen mit Stil: Eine neue Technik muss her

Dieses Jahr ist mein sportlich bisher faulstes seit zirka fünf Jahren. Damals hatte ich mit dem Laufen angefangen und das trotz der Aufs und Abs ganz gut durchgehalten. Zum letzten Jahreswechsel dann wieder die üblichen Vorsätze und ein guter Start in den Januar, doch der harte Winter und der nasse Sommeranfang hatten mich der Laufstrecken verwiesen. Und die Abstände wurden immer größer. Jetzt gerade kann ich von mir behaupten, dass ich eigentlich gar nicht mehr laufe. Es ist ja auch viel zu heiß. Kompletter Irrsinn, sich durch die schwüle Luft zu quälen, und morgens um halb sechs aufstehen, das muss nicht unbedingt sein.

Da mein Büro seit einigen Wochen ab Mittag ganz ordentlich aufheizt, habe ich mir angewöhnt zum Feierabend ins nahe Freibad in Haar zu fahren und mich dort mit ein paar Bahnen Brustschwimmen abzukühlen. Ab 17 Uhr bezahlt man auch als Erwachsener nur noch 2,50 Euro, Kinder 1,50 Euro. Das mache ich jetzt schon seit drei Wochen (zuletzt wurde ich auf Foursquare bereits nach drei Check-ins dort „Mayor“), meine Begeisterung hat nicht nachgelassen und meine Kinder sind auch dankbar für die vielen Freibadbesuche.

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