„Selfie“ ist das Wort des Jahres. Fast 175 Jahre zu spät

Am 19. November kürte Oxford Dictionaries den „selfie“ zum Word of the Year 2013. Ganze 175 Jahre nach dem ersten photographischen Selbstporträt.

Aber immer der Reihe nach, und zwar in umgekehrter Reihenfolge. Im Januar 2011 tauchte der #selfie zum ersten Mal bei Instagram als Hashtag auf. Seinen Namen hatte er schon 2002 von einem Australier bekommen, der nach einer durchzechten Nacht seinen geschwollenen Mund fotografierte. Im selben Jahr hatte sich Mark Zuckerberg gerade erst in Harvard eingeschrieben, Smartphones und Facebook waren noch fern. Ein Link zu dem Bild postete der 21-Jährige ins Forum des Fernsehsenders ABC.

Natürlich ist das Phänomen, ein Foto von sich selbst zu schießen, nicht neu. Auch beherrscht nicht jeder die große Kunst des Selfies. Der Chemiker Robert Cornelius war ein Selfie-Naturtalent. Im Jahr 1839 trat er aus dem Geschäft seiner Eltern und fotografierte sich selbst. Er nahm die Kappe von der Linse, warf sich vor der Kamera in Position, verharrte einige Zeit regungslos und deckte schließlich die Linse wieder ab. Auf die Rückseite des Bildes schrieb er:

“The first light Picture ever taken. 1839.”

(Quelle: Public Domain Review)

Heute ist schon jedes Selbstporträt gemacht worden. Die meisten sind sich zumindest sehr ähnlich.

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