Monthly Archives: Februar 2015

Bei Dick & Doof zu Kaffee & Kuchen

Heute vor 50 Jahren starb Stan Laurel. Warum kannte meine Generation Dick & Doof überhaupt noch? Vielleicht weil es für das Fernsehprogramm noch nicht genug brauchbares Material gab, um den ganzen Tag bis Sendeschluss zu füllen? Im TV liefen noch in den 80ern mehr Stummfilm- und Schwarzweiß-Sendungen als man sich heute freiwillig anschauen würde. Eine kurze Suche liefert mir aktuell nur eine Dokumentation zu den beiden, die demnächst auf ZDFinfo läuft, oder eben auch jetzt gleich hier. Youtube ist sowieso die bessere Quelle für einen Dick&Doof-Nachmittag. Immer mit dabei sollten diese schönen Schmalfilm-Szenen von zwei glücklich alternden Komikern sein, wie sie mit ihren Frauen, Freunden und Familie im Garten bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen. Oliver Hardy hatte sich zu dem Zeitpunkt von seinem Schlaganfall erholt, aber Dick gab es da schon nicht mehr.

Sieben Wege zur Unsterblichkeit

Unsterblichkeit ist nicht mehr ganz undenkbar und eventuell sogar greifbar in vielleicht 35 Jahren, so schätzen Nerds und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen. Anti-Aging und Gentechnik sind ein Anfang, künstliche Intelligenz und Cyborgization momentan noch ein reines Rechenspiel. So oder so, Unsterblichkeit wird ihren Preis haben. Es lohnt sich vielleicht, bereits jetzt was zur Seite zu legen, wie dieser 24-Jährige.

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Weltherrschaft zwischen den Bissen.

Buchkritik zu “Unterwerfung” von Michel Houellebecq

Unterwerfung” ist eine Liebesgeschichte, die ihre Erlösung in einem Gedankenexperiment findet: einer modernen, ultra-gemäßigten islamischen Gesellschaft im Herzen von Europa.

“Der neue Roman sollte eigentlich gut ausgehen. Der Held sollte zu seiner Freundin nach Israel reisen und glücklich werden. Leider hat mein Verleger in Israel keine Unterkunft für mich gefunden, um dort zu recherchieren. Also gab es kein Happy End,” verrät uns Michel Houellebecq in einem kürzlich erschienenen Interview mit Die Zeit.

Houellebecq hat bereits ein einem letzten Roman “Karte und Gebiet” (2010) ein paar Jahrzehnte in die Zukunft geschaut und die konsequente Mediterranisierung der französischen Provinz ausgemalt, in “Unterwerfung” spielt er mit der Möglichkeit einer islamischen Gesellschaft, die sich sanft aber zielstrebig in den französischen Universitäten, Wohnzimmern und Betten ausbreitet.

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Argumente gegen Verschwörungstheorien zur Mondlandung

Eines der Argumente von Anhängern der Verschwörungstheorien zur Mondlandung besteht darin, dass die Computertechnik zur Zeit der Apollo 11-Mission unmöglich so weit war, um ein Raumschiff mit drei Astronauten auch nur in die Nähe des Mondes zu bringen. In einem AskScience-Thread auf Reddit liefert die Community genug Material um dagegenzuhalten. So gibt es auf  Wikipedia einen ausführlichen Beitrag über die eingesetzte Hardware, die übrigens zu den am besten dokumentierten Computersystemen überhaupt gehört. Außerdem hat die NASA mittlerweile den Source Code der Apollo 11-Mission veröffentlicht.

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Age of Context: Wird die Zukunft wie die Achtzigerjahre?

Robert Scoble und Shel Israel können es kaum erwarten, bis die Welt zu einem Ort wird, wo jedes Bedürfnis und jeder Wunsch schon im Vorfeld erkannt und im Nu erfüllt wird. So wie bei Sam, dem Barkeeper aus der US-Sitcom “Cheers”, der einem ohne Aufforderung den üblichen Drink hinstellt, noch bevor man sich auf seinen Platz gesetzt hat, werden in naher Zukunft Apps und Online-Dienste immer genauer wissen, was wir als nächstes kaufen, essen und trinken wollen. Und vieles davon macht Sinn. Die intelligente Milchpackung zum Beispiel, die, noch bevor sie leer ist, ein Signal an den Online-Shop sendet und Nachschub bestellt. Und das Restaurant, in dem ich mich direkt nach dem Eintreffen an den bereits gedeckten Tisch setze, auf dem mein Lieblingsgericht steht und der Wein, von dem ich am Tag zuvor noch auf Twitter so geschwärmt habe. Manches davon ist bereits Wirklichkeit, zum Beispiel für die Fans der New England Patriots beim Besuch eines Football-Spiels im Gillette Stadium. Dort werden bereits Wartezeiten im Restaurant, am Getränkestand und sogar vor den Toiletten mit Hilfe von Daten optimiert, die man u.a. aus den Social Media Kanälen gezogen und daraus Bewegungs- und Vorliebenprofile erstellt hat.

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