Argumente gegen Verschwörungstheorien zur Mondlandung

Eines der Argumente von Anhängern der Verschwörungstheorien zur Mondlandung besteht darin, dass die Computertechnik zur Zeit der Apollo 11-Mission unmöglich so weit war, um ein Raumschiff mit drei Astronauten auch nur in die Nähe des Mondes zu bringen. In einem AskScience-Thread auf Reddit liefert die Community genug Material um dagegenzuhalten. So gibt es auf  Wikipedia einen ausführlichen Beitrag über die eingesetzte Hardware, die übrigens zu den am besten dokumentierten Computersystemen überhaupt gehört. Außerdem hat die NASA mittlerweile den Source Code der Apollo 11-Mission veröffentlicht.

Doch die Computer-Power sei eigentlich gar nicht das Entscheidende gewesen. Die mathematischen Gleichungen für eine solche Mission seien sogar relativ simpel, behauptet ein Kommentator und verweist dabei auf ein Foto von NASA-Ingenieuren aus dieser Zeit, auf dem man als Mathematiker im Hintergrund wohl nichts außerordentlich Kompliziertes findet:

NASA engineers

 

Das Argument leuchtet ein, wenn man weiß, dass bereits 240 vor Chr. der griechische Astronom Eratosthenes ziemlich genau den Umfang der Erde berechnen konnte und die Kalkulationen für die Mondreise von 1969 auf den Berechnungen von Isaac Newton in seiner 1687 veröffentlichten Philosophiae Naturalis Principia Mathematica basieren. Viel anspruchsvoller dagegen war die Entwicklung des Raketenantriebs. Damals waren Computer noch nicht die Game Changer wie sie es heute sind.

Ein echter Verschwörungstheoretiker wird sich natürlich auch davon nicht überzeugen lassen. Astronaut und Mondbürger Buzz Aldrin hat zumindest schon lange die Faxen dicke und teilt mittlerweile aus, wenn man ihn einen Hochstapler nennt.