Monthly Archives: April 2015

10 Dinge, die man von Stephen King übers Schreiben lernen kann

Schreibratgeber gibt es so viele wie erfolglose Autoren. Stephen King gehört nicht nur zu den meistgelesenen Schriftstellern der Gegenwart, er hat auch einen der besten Schreibratgeber verfasst: “On Writing: A Memoir of the Craft” (auf deutsch: “Das Leben und das Schreiben”) teilt sich in einen autobiographischen ersten Teil, der kein großes Aufhebens um eine recht durchschnittliche Kindheit macht, aber trotzdem sehr amüsant zu lesen ist, und in den zweiten Teil, in dem King seinen Werkzeugkasten öffnet, in dem man das findet, was man von einem Autor erwartet: Wörter und Geschichten, sorgfältig aufgereiht und gut sortiert.

Hier die 10 Tipps für angehende Autoren, die ich als am wertvollsten erachte und die man nicht unbedingt aus anderen Schreibratgebern kennt.

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Günter Grass: „Wenn jemand 500 Freunde hat, dann hat er keinen.“

Um einen echten Nachruf auf Günter Grass zu formulieren, dazu habe ich mich zu wenig mit ihm beschäftigt. Nicht einmal „Die Blechtrommel“ habe ich gelesen. Hole ich aber nach. Versprochen.

Auch wenn mich das Internet-Bashing dieser Generation, aus der Grass kommt, oft genervt hat, man soll es sich anhören, so lange noch jemand von ihnen dazu was zu sagen hat. Grass wird zu dem Thema nie mehr etwas von sich geben können. Dieses Interview von 2013 ist nicht nur wegen des Satzes aus der Überschrift erwähnenswert. Die wichtige Aussage trifft er in Bezug auf Mobiltelefone, Erreichbarkeit und Überwachung. Siehe auch die aktuelle Diskussion zur  Vorratsdatenspeicherung:

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Wie man eine gute Kurzgeschichte schreibt: 8 Tipps von Kurt Vonnegut

Der Schriftsteller Kurt Vonnegut war nie um einen Ratschlag verlegen, wenn es darum ging, Autoren etwas an die Hand zu geben. Einmal warnte er vor dem Einsatz von Semikolons, er nannte sie  “transvestite hermaphrodites representing absolutely nothing.” In einer Masterarbeit, die die University of Chicago allerdings ablehnte, behauptete, dass die Geschichten, die eine Gesellschaft produziert, mit bestimmten Formen, Kurven und Grafiken abgebildet werden können.

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Der irre Hausmeister

Oder: Warum ich hier nichts über Stephen Kings “Revival” verrate …

Manchmal ist das Internet eben nur der nervige Kollege, der bereits die vier geleakten Game of Thrones-Folgen gesehen hat und mit der Tasse Kaffee in der Hand beim morgendlichen Plausch vielsagende Andeutungen macht, weil er weiß, wer aus dem Cast als nächstes den Kopf verlieren wird. Natürlich hat der Kollege Spoilerverbot, aber begegnest Du ihm auf dem Flur, müsste er Dir nur einen Namen im Vorbeigehen zuflüstern und der Serienspass wäre für Dich erst einmal gelaufen.

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