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Ausgelesen: „Der goldene Handschuh“ von Heinz Strunk

Das erste Buch, das mir richtig aufs Gemüt schlug, war Aufzeichnungen eines Dirty Old Man
von Charles Bukowski. Da war ich achtzehn Jahre alt. Solche Sätze hatte ich vorher noch nie gelesen. Dass Menschen ein solches Leben führen können, unmöglich! Als ich mich erholt hatte, sog ich seine Geschichten in mich auf als wäre ich am Verdursten. Bukowski hat mir gezeigt, dass man mit jedem Menschen mitfühlen soll, egal welches Schicksal dahinter steckt. Er war der dreckige Gegenpol zum kleinbürgerlichen “Selbst dran Schuld”. Es war schön, zu wissen, dass es so jemanden gab, der dazu auch noch Erfolg mit seinen Geschichten hatte. Nur wenige Autoren und Bücher haben mich danach an die Kotzgrenze gebracht: Bret Easton Ellis mit “American Psycho”, ohne Frage. Zuletzt Cormac McCarthys “The Road”. Und jetzt eben “Der goldene Handschuh” von Heinz Strunk. Da steht er in einer schönen Reihe, der Heinzer. Das hat er sich verdient.

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