„The Fall of the House of Usher“ – Zwei Kurzfilme aus zwei Jahrhunderten

Vor ein paar Jahren erschein bei GKIDS eine Sammlung von insgesamt fünf Animationsfilmen zu Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe. Ich habe nicht herausfinden können, ob und wo man die Filme beziehen kann, aber es gibt erstens einen Trailer dazu (unten) und zweitens eine der Geschichten, die von allen am besten aussieht, auf YouTube in voller Länge: „The Fall of the House of Usher“, gesprochen vom unvergleichlichen Christopher Lee.

Es gibt wenig, was mich an der animierten Umsetzung der Geschichte stört, das meiste ist sogar ziemlich nah dran an dem Bild, was man sich beim Lesen macht. Aber seht selbst:

EDIT: Der Film in kompletter Länge ist mittlerweile von Youtube gelöscht worden.

Auf IMDB schneidet neben der Verfilmung des Stoffes von Roger Corman unter dem Namen Die Verfluchten, eine weitere Kurzfilm-Version von 1928 ziemlich gut ab. Auch die habe ich im Netz gefunden und mir mittlerweile schon ein paar mal angeschaut. Die Umsetzung ist für damalige Verhältnisse zeitgemäß expressionistisch und kann immer noch eine große Wirkung entfalten. Sehr schön die animierten Treppen, die Mehrfachspiegelungen der Personen und die Schrifteinblendungen im Dada-Stil am Ende. Das beste daran ist der experimentelle Score von Jean Hasse, der in einer Live-Version von 2013 auf dem Film liegt.