Stephen King über Kindheit und um die Ecke denken

Stephen King ist nicht für seine Kinderbücher bekannt. Doch in seinen Geschichten tauchen nicht selten sehr junge Figuren auf (z.B. „Es“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Shining“). Er gehört zu den Schriftstellern, die plausibel aus der Sicht eines Kindes oder Jugendlichen schreiben können und nutzt das nicht selten als Zentrum und Motor seiner Geschichten.

In einem Interview von 1989 mit der „WAMC’s Public Radio Book Show“ spricht er über „die beiden Dinge, die ihn am Kindsein interessieren.“ Einerseits fasziniert ihn die Vorstellungskraft von Kindern, die in ihrer Phantasie eine eigene Welt mit eigenen Regeln erschafft. Zweitens bedauert er, dass „wir vergessen, was es bedeutet, ein Kind zu sein und dieses exotische und seltsame Leben, das wir als Kind führten.“

King wird oft gefragt, ob seine Vorliebe für Horrorliteratur auf ein einschneidendes Ereignis in seiner Kindheit zurückzuführen sei. Er kann sich an nichts Besonderes erinnern, aber er weiß, dass „wir als Kinder anders denken, mehr um die Ecke als geradeaus.“

“Sometimes for a kid, the shortest distance between two points is not a straight line and that’s the way that we think and dream,” he says. “As children we tend to live in this kind of dream state [ … ] and because I equate that sort of dream state with a heightened sort of mental state, I make this easy cross-connection between childhood and strange powers, paranormal powers or whatever, and it has been successful as a fictional device.”

Die Animation im Video stammt von Blank on Blank video. Via openculture.com