Category Archives: Kinder

Stephen King über Kindheit und um die Ecke denken

Stephen King ist nicht für seine Kinderbücher bekannt. Doch in seinen Geschichten tauchen nicht selten sehr junge Figuren auf (z.B. „Es“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Shining“). Er gehört zu den Schriftstellern, die plausibel aus der Sicht eines Kindes oder Jugendlichen schreiben können und nutzt das nicht selten als Zentrum und Motor seiner Geschichten.

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Sean Astin neu im Stranger Things-Cast

Ops, der Sommer ist schon zu Ende? Bei meinem letzten Eintrag hier ging es um den Start von Stranger Things auf Netflix, die einzige Serie, die ich zweimal von Anfang bis Ende geschaut habe. Jetzt sauge ich natürlich alle News zur zweiten Staffel auf. Bisher war nichts dabei, was man nicht gleich wieder vergessen hätte, doch heute berichtet der NME über drei Neuzugänge im Cast für 2017. Darunter Sean Astin, Kinderstar aus „The Goonies (1985) und bekannt als Sam aus der Lord of the Rings-Trilogie. Einen leider viel zu kurzen Auftritt hatte er in der ersten Staffel von The Strain. Wie lange er bei Stranger Things durchhält, wir werden es sehen.

Astins Rolle in Stranger Things wird die des gutmütigen, ehemaligen Nerds Bob Newby sein, einen, der mit Joyce (Winona Ryder) und Hopper (David Harbour) zusammen die High School besucht hat und nun das örtliche Elektrogeschäft „Hawkins RadioShack“ betreibt. Kann man sich gut vorstellen und zeigt ein weiteres Mal das gute Gespür der Duffer Brothers.

Sean Astin stand bereits mit 10 Jahren vor der Kamera und gehört zu einer Reihe von Hollywood-Kinderstars der Achtziger, von denen es nicht alle heil in unsere Zeit geschafft haben. River Phoenix starb viel zu früh, Drew Barrymore hat die Kurve noch rechtzeitig genommen, Corey Feldman hat es irgendwie geschafft, spielt aber mittlerweile nur noch sich selbst. Es gibt einen Haufen anderer Namen, die beim Stranger Things-Publikum genauso gut angekommen wären. Astin gehört zu denen, die sich was bewahrt haben. Er kann in die Kamera Staunen, so wie wir in den Achtzigern über die Spielberg-Filme gestaunt haben.

Getoppt wird er dabei im Stranger Things-Cast nur von Winona Ryder …

… und natürlich von der Kids-Gang.

Figure ist das Instagram für Musiker

Seit ca. 1989 benutze ich einen Computer, um Musik zu machen. C64, Amiga, Atari ST, Windows-PC, Macbook. Das ist meine bisherige Timeline. Wobei die Windows-Phase ganz eindeutig die qualvollste war. Da klappte jahrelang weder zuverlässig der MIDI-Part noch konnte man flüssig Audiodateien bearbeiten und hintereinander hängen. Am schönsten aber war es bisher mit dem ASQ-10 von Akai, dem Vorläufer der legendären MPC, die beim HipHop-Sound der 90er den Takt angab und immer noch von vielen Künstlern eingesetzt wird.

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Das bis jetzt letzte Glied in der Kette meiner Produktionsmittel ist das iPad/iPhone. Da hatte ich in den letzten Jahren immer wieder mal die ein oder andere Musik-App angetestet, aber irgendwie der Sache nicht getraut. Nicht unbedingt wegen der Performance der mobilen Geräte als eher wegen dem App-Prinzip, das ich als irgendwie zu hermetisch für einen tauglichen Austausch zwischen den Tools empfand.

Am letzten Wochenende habe ich mich dann während der Digital-Kunstmesse UNPAINTED in München mit Gary Danner vom AV-Performance-Duo Station Rose unterhalten und mir sein Setup näher angeschaut. Mit ihren außerirdischen Elektro-Dub-Performances während der vier Tage in der Kesselhalle hat er mich dann extrem neugierig gemacht, wie man das iPad als vollwertiges Instrument in den Gerätepark einbaut.

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Bei Dick & Doof zu Kaffee & Kuchen

Heute vor 50 Jahren starb Stan Laurel. Warum kannte meine Generation Dick & Doof überhaupt noch? Vielleicht weil es für das Fernsehprogramm noch nicht genug brauchbares Material gab, um den ganzen Tag bis Sendeschluss zu füllen? Im TV liefen noch in den 80ern mehr Stummfilm- und Schwarzweiß-Sendungen als man sich heute freiwillig anschauen würde. Eine kurze Suche liefert mir aktuell nur eine Dokumentation zu den beiden, die demnächst auf ZDFinfo läuft, oder eben auch jetzt gleich hier. Youtube ist sowieso die bessere Quelle für einen Dick&Doof-Nachmittag. Immer mit dabei sollten diese schönen Schmalfilm-Szenen von zwei glücklich alternden Komikern sein, wie sie mit ihren Frauen, Freunden und Familie im Garten bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen. Oliver Hardy hatte sich zu dem Zeitpunkt von seinem Schlaganfall erholt, aber Dick gab es da schon nicht mehr.

15 Filmklassiker, die man mit seinen Kindern anschauen sollte

Meine Kinder haben mittlerweile die zwölf Jahre überschritten. Damit hat sich unserer Familie eine komplett neue Welt an Filmen eröffnet, die wir uns zusammen anschauen können. Dabei spielt das FSK-Siegel für mich weniger eine Rolle als die Tatsache, dass sie nun auch die Geschichten besser verstehen, weil auch ihr eigenes Leben komplexer geworden ist und sich immer mehr in dem Filmstoff wiederfindet, den auch ich bevorzuge.

Bis heute haben die Animationsfilme von Disney und Pixar für uns gut funktioniert, dazu ein paar Harry Potter-Filme und der ein oder andere Star Wars- oder Herr der Ringe-Teil. Geschenkt. Doch genauso wie Kinder nicht nur Pommes und Milchschnitte, sondern auch mal Oliven oder Kapern essen sollten, weil das eben der gute Shit ist, genauso können sie auch mal andere Filme sehen als das was ständig durch die Medien-Hauptkanäle rauscht.

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„This is exasperating!“

„Zwei Kinder sind genug!“ meint dieser höchst sympathische Junge, als seine Mutter ihm offenbart, dass sie schwanger ist und er demnächst noch ein zweites Geschwisterchen bekommt.

 “What were you thinking? This makes no sense!” 

Sehr coole Reaktion. Ist halt nicht alles Kirmes in einer Familie mit drei Kindern. Mommy hat sich ihren großen Auftritt sicher anders vorgestellt …

 

Lehrer werden aus den sozialen Netzwerken vertrieben. Das können wir uns nicht leisten.

Lehrer dürfen über Facebook keinen dienstlichen Kontakt mehr mit ihren Schülern haben. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur DPA ergab: Manche Bundesländer untersagen inzwischen die Lehrer-Schüler-Kommunikation auf Facebook für alle schulischen Belange. Ein schulisches Verbot von Facebook-Freundschaften zwischen Pädagogen und Schülern, wie es jetzt Rheinland-Pfalz beschlossen hat, wollen andere Bundesländer aber nicht.

Privat ja, dienstlich nein. So einfach stellen sich die Landesregierungen die Wirklichkeit vor. Als Hauptargument dagegen dient das Geschäftsmodell von Facebook  – die Auswertung persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke – , das „mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule, nicht zu vereinbaren ist.“

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Ein Spiel namens Lukka oder Es muss nicht immer Backgammon sein

Ein Sommerurlaub in der südlichen Türkei, eine Strandbar, etwas Langeweile nach dem Mittagssnack und ein Schachbrett ohne Schachfiguren. Das reicht schon aus, um sich ein Spiel auszudenken. Statt der Schachfiguren haben wir die Backgammon-Spielsteine und die Würfel genommen und die Steine einfach mal wie Schachbauern aufgestellt. Der Rest kam von selbst. Hier unsere Spielanleitung, die wir so einfach wie möglich gehalten haben.

Der Name des Spiels: Lukka. Weil der türkische Strand ein lykischer war und diese Gegend auf einer in Hattusa gefundenen Bronzetafel die „Lukka-Länder“ genannt wurden.

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