Category Archives: Leben

Sieben Wege zur Unsterblichkeit

Unsterblichkeit ist nicht mehr ganz undenkbar und eventuell sogar greifbar in vielleicht 35 Jahren, so schätzen Nerds und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen. Anti-Aging und Gentechnik sind ein Anfang, künstliche Intelligenz und Cyborgization momentan noch ein reines Rechenspiel. So oder so, Unsterblichkeit wird ihren Preis haben. Es lohnt sich vielleicht, bereits jetzt was zur Seite zu legen, wie dieser 24-Jährige.

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Vorfreude schlägt Vorsätze. Ein Jahreswechsel mit zwei Radtouren auf den Kanaren.

Gute Vorsätze haben heute nur noch den Ruf, dass man sie bei nächster Gelegenheit in den Wind schlägt. Man kann seine Gewohnheiten auch an jedem anderen Tag im Jahr ändern. Aber zugegeben, das Datum hilft. So zum Beispiel, wenn man zum Jahreswechsel verreist ist. Und dazu noch mit Freunden, die einen überzeugend aus der Komfortzone locken können. So geschehen bei mir vor genau einem Jahr, als mein Freund und Nachbar Christoph mich während einer gemeinsamen Kreuzfahrt zusammen mit unseren Familien entlang der Kanaren und Madeira zu einer „Aktiv-Bike-Tour“ überredete.
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15 Filmklassiker, die man mit seinen Kindern anschauen sollte

Meine Kinder haben mittlerweile die zwölf Jahre überschritten. Damit hat sich unserer Familie eine komplett neue Welt an Filmen eröffnet, die wir uns zusammen anschauen können. Dabei spielt das FSK-Siegel für mich weniger eine Rolle als die Tatsache, dass sie nun auch die Geschichten besser verstehen, weil auch ihr eigenes Leben komplexer geworden ist und sich immer mehr in dem Filmstoff wiederfindet, den auch ich bevorzuge.

Bis heute haben die Animationsfilme von Disney und Pixar für uns gut funktioniert, dazu ein paar Harry Potter-Filme und der ein oder andere Star Wars- oder Herr der Ringe-Teil. Geschenkt. Doch genauso wie Kinder nicht nur Pommes und Milchschnitte, sondern auch mal Oliven oder Kapern essen sollten, weil das eben der gute Shit ist, genauso können sie auch mal andere Filme sehen als das was ständig durch die Medien-Hauptkanäle rauscht.

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„This is exasperating!“

„Zwei Kinder sind genug!“ meint dieser höchst sympathische Junge, als seine Mutter ihm offenbart, dass sie schwanger ist und er demnächst noch ein zweites Geschwisterchen bekommt.

 “What were you thinking? This makes no sense!” 

Sehr coole Reaktion. Ist halt nicht alles Kirmes in einer Familie mit drei Kindern. Mommy hat sich ihren großen Auftritt sicher anders vorgestellt …

 

Lehrer werden aus den sozialen Netzwerken vertrieben. Das können wir uns nicht leisten.

Lehrer dürfen über Facebook keinen dienstlichen Kontakt mehr mit ihren Schülern haben. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur DPA ergab: Manche Bundesländer untersagen inzwischen die Lehrer-Schüler-Kommunikation auf Facebook für alle schulischen Belange. Ein schulisches Verbot von Facebook-Freundschaften zwischen Pädagogen und Schülern, wie es jetzt Rheinland-Pfalz beschlossen hat, wollen andere Bundesländer aber nicht.

Privat ja, dienstlich nein. So einfach stellen sich die Landesregierungen die Wirklichkeit vor. Als Hauptargument dagegen dient das Geschäftsmodell von Facebook  – die Auswertung persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke – , das „mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule, nicht zu vereinbaren ist.“

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Der 90 Grad Room Prank

Menschen in Büros kennen das: Man verlässt kurz den Schreibtisch, um was auch immer mal ganz schnell zu erledigen. Den Computer für die eine Minute zu sperren lohnt nicht, denkt man. Aber die Zeit reicht aus, dass der Kollege aus dem Nachbarzimmer (@heibie) blitzschnell meinen Desktophintergrund gegen ein Bild seiner Wahl austauscht, bevorzugt unappetitlich oder scary. Der Adrenalinschock, den mir die Bilder besorgten, reichte meistens, um mich aus der nachmittäglichen Lethargie rauszureißen, die Arbeit ging danach noch mal leichter von der Hand. Und die Rache ließ nicht lange auf sich warten. Solche Office-Pranks gehören zu den harmloseren Dingen, mit denen man Freunde und Kollegen zur Verzweiflung bringen kann.

Wer Geschwister hat, der braucht weder Feinde noch solche Kollegen. Im letzten Jahr schon ging der Clip von YouTuber Tall Tales steil, in dem man sieht, was passieren kann, wenn man das Facebook-Profil seines älteren Bruders mal so aus Spaß umbaut. Der jüngere Bruder betritt ein paar Wochen später nach seinem Urlaub wieder sein Zimmer und findet es komplett umgestaltet vor, als rosafarbenes Mädchenparadies.

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Schwimmen mit Stil: Eine neue Technik muss her

Dieses Jahr ist mein sportlich bisher faulstes seit zirka fünf Jahren. Damals hatte ich mit dem Laufen angefangen und das trotz der Aufs und Abs ganz gut durchgehalten. Zum letzten Jahreswechsel dann wieder die üblichen Vorsätze und ein guter Start in den Januar, doch der harte Winter und der nasse Sommeranfang hatten mich der Laufstrecken verwiesen. Und die Abstände wurden immer größer. Jetzt gerade kann ich von mir behaupten, dass ich eigentlich gar nicht mehr laufe. Es ist ja auch viel zu heiß. Kompletter Irrsinn, sich durch die schwüle Luft zu quälen, und morgens um halb sechs aufstehen, das muss nicht unbedingt sein.

Da mein Büro seit einigen Wochen ab Mittag ganz ordentlich aufheizt, habe ich mir angewöhnt zum Feierabend ins nahe Freibad in Haar zu fahren und mich dort mit ein paar Bahnen Brustschwimmen abzukühlen. Ab 17 Uhr bezahlt man auch als Erwachsener nur noch 2,50 Euro, Kinder 1,50 Euro. Das mache ich jetzt schon seit drei Wochen (zuletzt wurde ich auf Foursquare bereits nach drei Check-ins dort „Mayor“), meine Begeisterung hat nicht nachgelassen und meine Kinder sind auch dankbar für die vielen Freibadbesuche.

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Billy muss raus. Thom Yorke geht freiwillig. Ludwig Hirsch und The Residents sind gute Nachbarn

In diesem Jahr habe ich meine CD-Sammlung (die ich nun auch nicht mehr so nenne, sammeln ist jetzt mal vorbei) von zirka 1500 Stück auf vielleicht 150 Stück reduziert. Hintergrund waren gar nicht mal meine neuen Hörgewohnheiten, die nun stark von Spotify geprägt werden, als vielmehr einfach mal Platz zu schaffen im Haus. Mittlerweile konnte ich ein ganzes Billy-Regal abbauen, ein weiteres wird bald folgen.

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„Selbst dran schuld“ ist keine Position

Die 19-jährige Femen-Aktivistin Josephine Witt wurde nach einem Oben-ohne-Protest in Tunis Ende Mai verhaftet und zusammen mit zwei französischen Mitstreiterinnen zu einer Haftstrafe von vier Monaten verurteilt. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning berichtete nach einem Besuch im Gefängnis SPIEGEL ONLINE über die Haftbedingungen. Josephine Witt teilt sich demnach mit 29 anderen Frauen eine Zelle.

Das ist mehr oder weniger das, was man als Spon-Leser heute Vormittag zum Frühstück aufgetischt bekommt, und damit man auch seinen Spaß dran hat läuft das Ganze unter der Überschrift „Damit hat sie nicht gerechnet“. Journalisten und Verleger wissen um die Schwächen der Deutschen und wann die Leser sich nicht zurück halten können mit Kommentaren zum Thema. Neben Benzinpreiserhöhungen gehören dazu natürlich Fußballergebnisse und als dritte Sportart: Häme. Und wenn wir auch sonst so friedlich geworden sind in den letzten 60 Jahren, so lassen wir uns zwei Harte Sprüche nicht nehmen: „Stell Dich nicht so an“ und „Selbst dran schuld“.

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