Category Archives: TV

#Autorenwahnsinn #Tag3 #Inspiration

Tag 3 der #Autorenwahnsinn-Challenge: Was hat dich zu deinem aktuellen Projekt inspiriert?

Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen Beitrag über einen Mann gesehen, der durch einen Unfall sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Die Amnesie zwingt ihn dazu, ein Buch mit sich zu führen, in das er alles hineinschreibt, was er gerade erlebt hat. Einen normalen Job kann er natürlich nicht ausüben. Der Film begleitet ihn dabei, wie er eine Zugfahrt antritt, um seinen Bruder zu besuchen.

Ich habe mich gefragt, was geschieht, wenn ich in meiner Geschichte einen solchen Menschen in eine Gefahrensituation bringe, er zum Beispiel bei einem Bootstrip von den anderen unbemerkt über Bord geht. Er kann zwar schwimmen, weiß aber  spätestens nach einer halben Stunde nicht mehr, was geschehen ist.

Die Geschichte habe ich zu einem Großteil bereits heruntergeschrieben. Ich merke aber nun, dass etwas Recherchearbeit zum Thema „Amnesie“ notwendig ist. Freue mich über Input dazu in den Kommentaren.

Sean Astin neu im Stranger Things-Cast

Ops, der Sommer ist schon zu Ende? Bei meinem letzten Eintrag hier ging es um den Start von Stranger Things auf Netflix, die einzige Serie, die ich zweimal von Anfang bis Ende geschaut habe. Jetzt sauge ich natürlich alle News zur zweiten Staffel auf. Bisher war nichts dabei, was man nicht gleich wieder vergessen hätte, doch heute berichtet der NME über drei Neuzugänge im Cast für 2017. Darunter Sean Astin, Kinderstar aus „The Goonies (1985) und bekannt als Sam aus der Lord of the Rings-Trilogie. Einen leider viel zu kurzen Auftritt hatte er in der ersten Staffel von The Strain. Wie lange er bei Stranger Things durchhält, wir werden es sehen.

Astins Rolle in Stranger Things wird die des gutmütigen, ehemaligen Nerds Bob Newby sein, einen, der mit Joyce (Winona Ryder) und Hopper (David Harbour) zusammen die High School besucht hat und nun das örtliche Elektrogeschäft „Hawkins RadioShack“ betreibt. Kann man sich gut vorstellen und zeigt ein weiteres Mal das gute Gespür der Duffer Brothers.

Sean Astin stand bereits mit 10 Jahren vor der Kamera und gehört zu einer Reihe von Hollywood-Kinderstars der Achtziger, von denen es nicht alle heil in unsere Zeit geschafft haben. River Phoenix starb viel zu früh, Drew Barrymore hat die Kurve noch rechtzeitig genommen, Corey Feldman hat es irgendwie geschafft, spielt aber mittlerweile nur noch sich selbst. Es gibt einen Haufen anderer Namen, die beim Stranger Things-Publikum genauso gut angekommen wären. Astin gehört zu denen, die sich was bewahrt haben. Er kann in die Kamera Staunen, so wie wir in den Achtzigern über die Spielberg-Filme gestaunt haben.

Getoppt wird er dabei im Stranger Things-Cast nur von Winona Ryder …

… und natürlich von der Kids-Gang.

Stranger Things: The School of Horror

Erst seit 10 Tagen auf Netflix und schon auf Platz 1 der beliebtesten TV-Serien bei IMDB: Die erste Staffel von „Stranger Things„.

Ein paar Tage nach Release habe ich die Familie zur ersten Session zusammenzutrommelt. Kurzer FSK-Check: 12 Jahre. Perfekt! Welcome to the Eighties School of Horror!

„Stranger Things“ ist eine liebevolle und rasante Fahrt durch die Achtziger, wie man sie als jemand wahrgenommen hat, der mit dreizehn Jahren die Bücher von Stephen King gerne gelesen hat und jeden Film anschauen musste, bei dem auf dem Plakat irgendwo der Name Steven Spielberg geschrieben stand.

Es gibt hier unzählige Anspielungen auf Kinofilme, Musik, Serien und Spiele, die zu Beginn der Achtziger den Ton angaben, wenn es um Mystery, Fantasy und Horror ging. In jeder Folge finde ich im Minutentakt Ostereier, auf die ich ähnlich reagiere wie meine Töchter, wenn ein außergewöhnliches Pokémon in unserer Straße auftaucht.

Viel mehr möchte ich nicht verraten, aber gerne ein paar Gründe nennen, warum „Stranger Things“ so ein rasanter Start gelungen ist:

  1. Winona Ryder: Sie ist das emotionale Zentrum und die Triebfeder der Geschichte. Jeder, den sie an den Schultern packt und ihre Sorgen und ihre Hoffnung aus den großen Augen abfeuert, dem kommen Zweifel, ob die durchgeknallte Kettenraucherin vielleicht doch recht hat mir ihren irren Theorien. In den letzten Jahren hat man nicht allzu viel von ihr mitbekommen, die Serie könnte ihr wieder große Rollen einbringen.
  2. Der beste Kids-Cast seit „Stand By Me“ und „Die Goonies“: Und auch dieser Vergleich ist kein Zufall, sondern volle Absicht der Duffer Brothers, die „Stranger Things“ aus ihrer Liebe für die Horror-Filme der 70er und 80er Jahre heraus entwickelt haben. Jeder der Kids für sich hat genug Präsenz, um den Bildschirm zu füllen, alle zusammen sind das reine, kreative Chaos, sie sprühen über vor Ideen, Kampfgeist und Humor.
  3. Der Plot: Trotz der vielen Anspielungen auf andere ikonische Filme, „Stranger Things“ ist etwas Eigenes. Hätte Stephen King die Geschichte geschrieben, wäre das seine beste Adaption. Schön auch, dass manche Folgen ihre Cliffhanger nicht am Ende haben, sondern gleich nach den ersten Minuten, bevor die Titelmusik einsetzt.
  4. Die Musik: Ganz viel daran erinnert an die Filmmusik von John Carpenter, dazu eine Prise Commodore64-Ästhetik sowie Musik aus der Zeit von The Clash, Joy Division, Echo and the Bunnymen, Peter Gabriel, uvm. Es gibt bisher noch kein offizielles Soundtrack-Album, das ikonische Theme und die Instrumentalmusik kommen von S U R V I V E.
  5. Classic Horror is back! Ganz schnell wird klar: „Stranger Things“ ist kein Psycho-Thriller, kein unappetitliches Gemetzel, aber auch kein romantisches Mystery-Drama, sondern arbeitet mit verspieltem übernatürlichem Horror und einem ordentlichen Monster. So etwas kommt mir heute manchmal etwas zu kurz. Aber mit Serien wie dieser und mit Outcast und The Strain wird es langsam wieder interessant.

Angeblich ist die zweite Staffel bereits bestellt. Der junge Cast erlaubt keine langen Wartezeiten, wenn die Handlung gleich an die erste Staffel anknüpfen soll. Andererseits, es wäre schade, wenn man jetzt anfängt zu schlampen. „Stranger Things“ ist auf vielen unterschiedlichen Ebenen so extrem gut durchdacht, dass man nach den acht Stunden Binge-Watching nicht weiß, was man sich danach noch anschauen soll. The Duffer Brothers haben damit ein ziemliche Marke gesetzt.

Wer wissen möchte, ob es sich lohnt, dafür ein Netflix-Abo zu starten, hier gibt es einen Teaser in die ersten acht Minuten der ersten Folge.

 

Birthday wishes from the Wall: Die Night’s Watch gratuliert Kevin

Brian Fortune spielt in der Serie Game Of Thrones den Othell Yrwyck, einer der Leute die u.a. dafür sorgen, dass die Great Wall intakt ist, wenn die White Walkers wieder mal davor stehen oder gar hochklettern wollen.

Seit heute wissen wir, dass Brian einen Sohn hat, der Kevin heißt und heute Geburtstag hat. Während der Dreharbeiten im November letzten Jahres hat sein Vater diesen Clip gedreht, in dem die Schauspieler der Night’s Watch ihre grimmigsten Glückwünsche an Kevin übermitteln. Brenock O’Connor (Olly), der Jüngste in der Runde, kann kaum seinen Blick in die Kamera richten vor Scham. Warum, wissen wir seit der letzten Folge der fünften Staffel.

UPDATE 15:25 Uhr: Aus dem YT-Channel von Brian Fortune ist der Clip gelöscht worden, habe Ersatz eingebaut. Falls der nicht funktionieren sollte, probiert diesen hier.

Bei Dick & Doof zu Kaffee & Kuchen

Heute vor 50 Jahren starb Stan Laurel. Warum kannte meine Generation Dick & Doof überhaupt noch? Vielleicht weil es für das Fernsehprogramm noch nicht genug brauchbares Material gab, um den ganzen Tag bis Sendeschluss zu füllen? Im TV liefen noch in den 80ern mehr Stummfilm- und Schwarzweiß-Sendungen als man sich heute freiwillig anschauen würde. Eine kurze Suche liefert mir aktuell nur eine Dokumentation zu den beiden, die demnächst auf ZDFinfo läuft, oder eben auch jetzt gleich hier. Youtube ist sowieso die bessere Quelle für einen Dick&Doof-Nachmittag. Immer mit dabei sollten diese schönen Schmalfilm-Szenen von zwei glücklich alternden Komikern sein, wie sie mit ihren Frauen, Freunden und Familie im Garten bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen. Oliver Hardy hatte sich zu dem Zeitpunkt von seinem Schlaganfall erholt, aber Dick gab es da schon nicht mehr.

15 Filmklassiker, die man mit seinen Kindern anschauen sollte

Meine Kinder haben mittlerweile die zwölf Jahre überschritten. Damit hat sich unserer Familie eine komplett neue Welt an Filmen eröffnet, die wir uns zusammen anschauen können. Dabei spielt das FSK-Siegel für mich weniger eine Rolle als die Tatsache, dass sie nun auch die Geschichten besser verstehen, weil auch ihr eigenes Leben komplexer geworden ist und sich immer mehr in dem Filmstoff wiederfindet, den auch ich bevorzuge.

Bis heute haben die Animationsfilme von Disney und Pixar für uns gut funktioniert, dazu ein paar Harry Potter-Filme und der ein oder andere Star Wars- oder Herr der Ringe-Teil. Geschenkt. Doch genauso wie Kinder nicht nur Pommes und Milchschnitte, sondern auch mal Oliven oder Kapern essen sollten, weil das eben der gute Shit ist, genauso können sie auch mal andere Filme sehen als das was ständig durch die Medien-Hauptkanäle rauscht.

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Darwin is a Headbanger. Metal Evolution – The Lost Episode

Sie können’s also noch. Der Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten wird zwar mittlerweile auf Spartenkanälen erfüllt, aber immerhin. Seit einigen Wochen verfolge ich die Doku-Reihe „Metal Evolution„, die im November 2012 zu ersten mal und seit dem immer wieder mal auf ZDFKultur läuft. Entwickelt vom kanadischen Anthropologen, Metalhead und Filmemacher Sam Dunn, von dem auch die hervorragende Dokumentation „Metal: A Headbanger’s Journey“ von 2005 ist, finanziert von VH1, klärt die Serie über die Entstehung und Entwicklung von Heavy Metal anhand der einzelnen Spielarten auf: Early Metal, Shock Rock, New Wave of British Heavy Metal, Glam Metal, Thrash Metal, Grunge, Nu Metal, Power Metal, Progressive Metal, you name it. Die zwölfte und für mich interessanteste Episode über Extreme Metal (Death Metal, Grindcore, Black Metal) wollte VH1 damals jedoch nicht mehr finanzieren. Aber Heavy Metal Fans sind von Natur aus treu und großherzig und Dunn konnte genug Geld über Crowdfunding stemmen, um auch diese letzte Folge in Angriff zu nehmen. Im Blog seiner Firma Headbanger Films dokumentiert er den Fortschritt der Produktion. 

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Who will kill Bambi? Edward Tudor Poles Cameo-Auftritt in Game Of Thrones

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„I would kill Bambi!“

Gestern Abend nach längerer Pause wieder in die 2. Staffel von „Game Of Thrones“ eingestiegen. Im ersten Drittel der fünften Episode („The Ghost of Harrenhal„) spaziert Tyrion Lannister zusammen mit seiner Leibwache Bronn durch die belebten Gassen von King’s Landing (Drehort: Dubrovnik). Auf einer Treppe an der Stadtmauer steht ein Agitator, der Reden gegen den jungen König Joffrey und dessen Mutter Cersei schwingt. Noch bevor die Kamera sein Gesicht deutlich zeigt, bin ich mir sicher: Das ist Edward Tudor Pole, den ich in der Woche zuvor noch im Vorprogramm zu den Stiff Little Fingers im Münchner Feierwerk auf der Bühne gesehen und im Anschluss am Tourbus noch kurz gesprochen hatte.

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