Tag Archives: Horror

Fantasy Film Fest: „Double Date“

London ist eine Stadt, in der man als junger Mensch zwischen 20 und 30 leben möchte, Brexit hin oder her. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Außer vielleicht man ist wie Jim, der vor seinem dreißigsten Geburtstag immer noch Jungfrau ist. Selbst auf spezialisierten Dating-Portalen ist er unvermittelbar. Sein größtes Problem: Er bekommt Panikattacken, wenn er Frauen anspricht. Sein bester Freund Alex (Michael Socha) scheut weder Tricks noch peinliche Situationen, um ihn zu verkuppeln. Es scheint aussichtslos, bis sie auf die beiden Schwestern Kitty und Lulu treffen. Die sind auf der Jagd nach einem ganz bestimmten Männertyp. Und Jim passt perfekt in ihr Beuteschema.

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Fantasy Film Fest: „Vidar the Vampire“

Vidar möchte Mädchen kennenlernen. In der Norwegischen Provinz gehört das schon immer zu den großen Herausforderungen, mit der ein Junge zu kämpfen hat. Vidar ist aber schon 33 und so langsam hat er den Kanal voll vom Schweine und Hühner füttern und Schafscheiße zusammenkehren. Und das jeden Morgen wenn der Hahn kräht. Vidar möchte einmal ausschlafen und – noch wichtiger – endlich Mädchen im Alter von „20 plus“ kennenlernen.

In seinem kleinen Dachzimmer liegt immer die aktuellste Playboy-Ausgabe griffbereit, die er liebevoll durchblättert wie seine Mutter im Zimmer nebenan die Bibel. Aber das reicht ihm irgendwann nicht mehr. Als von der strenggläubigen Gemeinde wohlerzogener Christ weiß er, an wen er sich wenden kann. Er ruft die heilige Dreifaltigkeit an und die zeigt ein Herz. Nur kommt es alles ganz anders als es sich Vidar vorgestellt hat.  

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Ausgelesen: „The Ballad of Black Tom“ von Victor LaValle

Mein letztes Buch für dieses Jahr: eine 2016 erschienene Novelle des US-amerikanischen Autors Victor LaValle. Sein neuestes Buch und eines, über das man in englischsprachigen Horror-Buch-Blogs in diesem Jahr immer wieder lesen konnte. Mit „The Ballad Of Black Tom“ liefert LaValle einen wirklich gelungenen Beitrag zum Lovecraft-Universum ab, nach dessen Lektüre man sich den alten Meister gerne nochmal vornimmt, so sperrig er auch manchmal ist.

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Wie man eine gute Horror-Story schreibt (Teil 1)

Writing Dark Stories: How to Write Horror and Other Disturbing Short Stories” ist der sechste Band aus Rayne Halls “Writer’s Craft Book”-Reihe. Es hat mir kurz und knapp und sehr verständlich rübergebracht, auf was es beim Schreiben von Horror- und Mystery-Stories ankommt und welcher Weg für Rayne selbst bei der Ideenentwicklung am besten funktioniert. Da es sich um ein englischsprachiges Buch handelt, habe ich hier die wichtigsten Punkte aufbereitet, denn etwas Vergleichbares speziell für Horrorgeschichten habe ich bisher in keinem deutschsprachigen Schreibratgeber gefunden.

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Ausgelesen: „End of Watch“ von Stephen King

Diesen dritten Teil der sogenannten „Bill-Hodges-Trilogy“ habe ich vorab bestellt und pünktlich zum Erscheinungstermin geliefert bekommen. Es gibt einige Autoren, bei denen eine Art Abo für mich durchaus Sinn machen würde. Einen neuen Roman von Juli Zeh, Jonathan Franzen, Heinz Strunk oder eben Stephen King, den muss ich nicht in der Buchhandlung durchblättern, den Klappentext lesen und überlegen, ob ich ihn kaufen möchte. Nein, liebe Verlage, Bücher von diesen Leuten könnt ihr mir ungefragt am Erscheinungstermin direkt nach Hause liefern. Gar nicht mal als Rezensionsexemplar, ich zahle auch gerne. Leider bietet bisher noch niemand so ein Autoren-Abo an, schade. Wie gesagt, ich wäre dabei.

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„The Fall of the House of Usher“ – Zwei Kurzfilme aus zwei Jahrhunderten

Vor ein paar Jahren erschein bei GKIDS eine Sammlung von insgesamt fünf Animationsfilmen zu Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe. Ich habe nicht herausfinden können, ob und wo man die Filme beziehen kann, aber es gibt erstens einen Trailer dazu (unten) und zweitens eine der Geschichten, die von allen am besten aussieht, auf YouTube in voller Länge: „The Fall of the House of Usher“, gesprochen vom unvergleichlichen Christopher Lee.

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Buch-Review: „Finderlohn“ von Stephen King

Finderlohn (Bill Hodges Trilogy, #2)Finderlohn by Stephen King

My rating: 3 von 5 stars

Im Rahmen meiner Reading Challenge habe ich in diesem Jahr ganze sieben Bücher von Stephen King gelesen. Auch weil ich ihn vor über zwanzig Jahren aus den Augen verloren habe. „Finderlohn“ war darunter nicht das beste, aber sehr kurzweilig zu lesen, andere würden es „spannend“ nennen. Aber das trifft es für mich nicht ganz. So richtig überraschen konnte mich King hier nicht.

Die Story nimmt schnell ordentlich an Fahrt auf, so dass es schon aus physikalischen Gründen fast unmöglich ist, auszusteigen. Das sind die Sachen, die King einfach drauf hat. Dazu treten in seinen Geschichten immer Typen auf, bei deren Untergang man einfach von Anfang bis Ende Zeuge sein möchte.

Etwas fad an „Finderlohn“ genau wie bereits bei „Mr. Mercedes“ ist das Ermittlerteam. Jedes Wort, das King ihnen in den Mund legt, hört sich an wie aus einer Vorabendserie aus den 80ern. Irgendwann hatte ich sogar eine Synchronstimme aus den Drei-Fragezeichen-Hörspielen im Kopf. Das entsprach nicht ganz dem was ich erwartete hatte, aber unangenehm war es nicht.

Am Ende von „Finderlohn“ kriegt King noch rechtzeitig die Ausfahrt in Richtung Horrorland. Dort wird dann hoffentlich der letzte Teil der Bill Hodges-Trilogie spielen.

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